Deutschland in Zahlen: Die wichtigsten regionalen Unterschiede
Bevölkerung, Dichte, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt und Alter: die zentralen Kennzahlen der 16 Länder im Überblick – alle mit Quelle und Stichtag.
Wie unterschiedlich Deutschlands Regionen sind, lässt sich in wenigen Kennzahlen zeigen. Alle hier genannten Werte stammen aus dem verifizierten Datensatz dieser Website: Statistisches Bundesamt (Stand 31.12.2024) und Bundesagentur für Arbeit (Jahresdurchschnitt 2024). Das vollständige Ranking aller 16 Länder bietet unser Ländervergleich.
Bevölkerung
Deutschland hatte am 31. Dezember 2024 genau 83.577.140 Einwohnerinnen und Einwohner, verteilt auf 10.754 Gemeinden. Das bevölkerungsreichste Land ist Nordrhein-Westfalen mit rund 18,1 Millionen Menschen, das kleinste die Freie Hansestadt Bremen mit gut 700.000.
Bevölkerungsdichte
Die Spannweite reicht von 4.136 Einwohnern je Quadratkilometer in Berlin bis zu 70 in Mecklenburg-Vorpommern. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 234. Unter den Flächenländern ist Nordrhein-Westfalen mit 532 am dichtesten besiedelt.
Wirtschaftskraft
Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2024 zwischen 84.486 Euro in Hamburg und 36.517 Euro in Sachsen-Anhalt. Dabei ist zu beachten: In Stadtstaaten heben Einpendler aus dem Umland den Wert rechnerisch an.
Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote reichte 2024 von 3,7 Prozent in Bayern bis 11,1 Prozent in Bremen. Auffällig: Mehrere ostdeutsche Länder liegen inzwischen vor westdeutschen – Sachsen (6,5 Prozent) etwa vor Nordrhein-Westfalen (7,5).
Alter und Entwicklung
Das Durchschnittsalter liegt zwischen 42,2 Jahren in Hamburg und 48,3 in Sachsen-Anhalt. Seit 1990 wuchs Bayern um 16 Prozent, während Sachsen-Anhalt 26 Prozent seiner Einwohner verlor – die regionalen Entwicklungsrichtungen könnten kaum weiter auseinanderliegen.
Wie man die Zahlen liest
Kein Indikator allein beschreibt ein Land gerecht: Eine hohe Dichte ist weder gut noch schlecht, ein hohes BIP sagt wenig über persönliche Einkommen, und Wachstum ist nicht automatisch ein Erfolg. Erst das Zusammenspiel der Kennzahlen ergibt ein belastbares Bild – genau dafür ist der Vergleich auf dieser Website gedacht.